1996 erhielt der Künstler H.-J. Zimmermann den Auftrag, ein Objekt für das Ufer am Steinhuder Meer zu schaffen. Die Edelstahlskulptur wurde 1996 vom Verkehrsverein Steinhuder Meer e.V. an der Steinhuder Promenade aufgestellt.

Comeback für Undine

Aus einer sich anschließenden Befragung und zahlreichen Vorschlägen aus der Bevölkerung wurde von einer Jury der Name „Undines Traum“ ausgewählt. Die Namensvorschläge sind ein Beleg dafür, daß die Meerestochter, wenn auch nicht bewußt, aber dennoch zumindest unterbewußt in der Bevölkerung weiterlebte.

Durch diesen Zufall wurde die Geschichte der „Undine“ hier am Steinhuder Meer wieder ins Bewußtsein gerufen. Nach einem Gespräch mit der Kinderbuchautorin Eva Korhammer entwickelte sich die Idee, eine neuzeitliche Erzählung über „Undine“ mit historischem Hintergrund zu schreiben. Daraus wurde eine gelungene spannende, märchenhafte und zeitübergreifende Erzählung. Natürlich lag es nahe, Zimmermannn mit der bildnerischen Gestaltung der Erzählung zu beauftragen. So entstanden ein in Öl auf Leinwand gemaltes Titlebild und 12 phantasievolle Grafiken, die die Welt der „Undine“ den Lesern neu erschließen.

Die Entstehung der Undine

Friedrich de la Motte FouqueDas Märchen „Undine“, von Friedrich de la Motte Fouque, hat seinen Ursprung am Steinhuder Meer. Der achtzehnjährige Fouque war 1796 als Offizier bei Bückeburg stationiert und lernte so das Steinhuder Meer kennen und Elisabeth von Breitenbauch die sich wohl hinter der „Undine“ verbirgt.
Die gerade fünfzehnjährige Elisabeth lernt Foque bei einer Gesellschaft kennen. Die Begegnung beider mündete in einer Dichtung Foques über den Raub des Besten, für die Ewigkeit Gültigen. Foque benennt auch die Schriften des Theophrastus Paracelsus als Quelle, in der das Verhältnis der Undinen zu den Menschen, der Ehe u.s.w. dargestellt wird. In der Verbindung dieser Quelle mit eigenen Erfahrung entsteht seine „Undine“.
E. Hoffmann, ein Freund Foques, komponiert 1816 die Oper „Undine“, die mit Erfolg in Berlin aufgeführt wird. Lortzings Oper „Undine“ wurde 1845 uraufgeführt, war aber entscheidend vom Geist der Fouqeschen Erzählung entfernt. „Undine“ wurde durch zahlreiche Übersetzungen weltweit bekannt und beliebt. Literarische Bearbeitungen des Themas folgten: Andersen „Kleine Meerjungfrau“, O.Wilde „Der Fischer und seine Seele“.

Undines Traum am Steinhuder Meer