Der Arbeitskreis Regionalgeschichte e.V. präsentiert von Ende September bis Anfang Dezember 2026 die Veranstaltungsreihe „Unerwünscht und abgestempelt – über Vorurteile und ihre Folgen“. Die Reihe beleuchtet historische Mechanismen von Ausgrenzung und Verfolgung in der Region Neustadt am Rübenberge.
Den Auftakt bildet am Sonntag, den 27. September 2026, ein rund einstündiger Stadtrundgang zur Geschichte des jüdischen Lebens in Neustadt, der am Holocaustmahnmal startet. Ende Oktober eröffnet im Kultursalon des Arbeitskreises Regionalgeschichte in Averhoy die mehrwöchige Kunst- und Dokumentationsausstellung „Hexen, Juden, Sündenböcke“ von Hubert Brieden und Kerstin Faust, die von einer Eröffnungslesung begleitet wird.
Anfang November behandelt ein auf Radio Flora ausgestrahltes Radiofeature die antijüdischen Schriften Martin Luthers und deren historische Wirkungsgeschichte. Anlässlich des Jahrestags der Pogromnacht am 8. November laden die Organisatoren zu einem Gedenkgang von der ehemaligen Synagoge in der Mittelstraße zum Mahnmal an den Leinebrücken ein.
Im zweiten Novemberdrittel liest der Autor Heinz Samuel aus seiner autobiografisch geprägten Familiengeschichte über vier Generationen jüdischen Lebens im Dorf Hagen. Zum Abschluss der Reihe Anfang Dezember zeichnet Gabriele Mauthe in einem Vortrag anhand von Archivfunden die schwierigen Lebensumstände zweier Armutsbetroffener im 19. Jahrhundert nach.
Veranstaltungsort der Vorträge, Lesungen und der Ausstellung ist der Kultursalon des Arbeitskreises in Neustadt-Averhoy.
Weitere Informationen gibt es im Flyer zur Veranstaltung.
