Der Steinhuder Meer Triathlon wird im nächsten Jahr nicht mehr an den Start gehen. Nach den beiden Ausgaben in den Jahren 2024 und 2025 sowie dem Auftritt im Rahmen der Finals in diesem Sommer zieht sich die Agentur eichels als Veranstalter zurück, wie sie in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Herausforderungen vor Ort und Absage an die Zukunft

Grund dafür sei das fehlende Entwicklungspotenzial, das für eine langfristige Ausrichtung des Großevents notwendig wäre.
Die Organisation eines Sportevents dieser Größenordnung bringt komplexe Anforderungen an die Infrastruktur und das Umfeld mit sich. Wie die Verantwortlichen betonen, erwies es sich als zunehmend schwierig, die sportlichen Ansprüche einer Mitteldistanz mit den Interessen der Region in Einklang zu bringen. Sowohl für die Athletinnen und Athleten als auch für Steinhude und die umliegenden Kommunen fehlt damit eine tragfähige Basis, um die Veranstaltung auf dem bisherigen Niveau fortzuführen oder weiter auszubauen.

Der sportliche Leiter des Steinhuder Meer Triathlons, Jan Raphael, freut sich über eine verbesserte Radstrecke

Keine Neuauflage im kommenden Jahr – der sportliche Leiter des Steinhuder Meer Triathlons, Jan Raphael, gibt das Ende des Steinhuder Meer Triathlons bekannt. – Foto: eichels event

„Unser Ziel war es, in Steinhude eine attraktive und sportlich hochwertige Veranstaltung über die Triathlon-Mitteldistanz zu entwickeln und dauerhaft zu etablieren. Dafür haben wir in den vergangenen Jahren verschiedene Optionen insbesondere für die Rad- und Laufstrecke erprobt“, erklärte der sportliche Leiter des Events, Ex-Profi Jan Raphael. „Leider mussten wir erkennen, dass sich das nicht mit den Gegebenheiten vor Ort, einer zumutbaren Belastung für die Anwohnenden und Gewerbetreibenden und somit einer beidseitig vertretbaren Umsetzung vereinbaren lässt.“

Damit entgeht der Region eine weitere Großveranstaltung, die nach anfänglicher Skepsis auch bei Anwohnern und Politik für Begeisterung gesorgt hatte. Insbesondere die spektakulären Bilder der Liveübertragung der Finals 2026 bedeuteten eine gute Werbung für Steinhude auch über die eigentliche Veranstaltung hinaus.

Rückblick: Triathlon bei den Finals 2026

Im Rahmen der Multisport-Veranstaltung „Die Finals“ fanden am 25. und 26. Juli 2026 die nationalen Meisterschaften im Triathlon am Steinhuder Meer statt. Während in Hannover und der Region in insgesamt 25 Sportarten um Titel gekämpft wird, bietet Steinhude eine besondere Bühne: Hier können nicht nur Profis, sondern auch Breitensportler auf denselben Strecken wie die nationale Elite an den Start gehen.

Kompakt
  • Nationales Highlight: Steinhude wird 2026 zum Austragungsort der Deutschen Meisterschaften im Triathlon (im Rahmen von „Die Finals“).
  • Kombiniertes Format: Die Veranstaltung vereint Elite-Wettkämpfe der Profis mit Jedermann-Rennen (Sprintdistanz und Staffeln).
  • Termin: Zentrale Informationen zum Rennwochenende am 25. und 26. Juli 2026.

Sprint Triathlon Steinhuder Meer – Wettkampf für Jedermann

Sprint Triathlon Steinhuder Meer am 25. und 26. Juli 2026Das Programm am letzten Juli-Wochenende umfasst Wettbewerbe über die Sprintdistanz. Die Teilnehmenden absolvieren 750 Meter Schwimmen im Steinhuder Meer, gefolgt von einer 18 Kilometer langen Radstrecke und einem abschließenden Fünf-Kilometer-Lauf. Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit, entweder als Einzelstarter oder im Team als Staffel teilzunehmen. Für ambitionierte Athleten geht es am Sonntag zudem um die Deutschen Meisterschaften der Altersklassen. Die Rennen starten jeweils in den frühen Morgenstunden zwischen 07:00 und 07:45 Uhr, unmittelbar vor den Elite-Wettbewerben.

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Die Strecke: Natur und Stimmung pur

Die abwechslungsreiche Radstrecke führt entlang des Seeufers bis zum Hagenburger Kanal, durch das Naturschutzgebiet in Richtung Altenhagen und über Wunstorf zurück nach Steinhude. Der abschließende Laufweg verläuft durch den Ortskern und entlang der belebten Promenade, was eine stimmungsvolle Atmosphäre für Aktive und Zuschauer garantiert. Start und Ziel befinden sich zentral an den Strandterrassen in Steinhude.

Steinhuder Meer Triathlon 2025: Christian Haupt und Christina Paulus siegen auf der Mitteldistanz

Das Steinhuder Meer verwandelte sich 2025 erneut in eine sportliche Arena: Rund 1.700 Athletinnen und Athleten gingen bei der zweiten Auflage des Steinhuder Meer Triathlons an den Start. Auf der anspruchsvollen Mitteldistanz konnten sich die Favoriten durchsetzen: Lokalmatador Christian Haupt (Hannover 96) und Titelverteidigerin Christina Paulus (Hameln) holten sich die begehrten Siegerpokale.

Für Christian Haupt, vierfacher Ironman-Altersklassen-Weltmeister, war es ein ganz besonderer Triumph. Im packenden Schlussspurt setzte er sich hauchdünn gegen seinen Teamkollegen Timo Warnecke durch und sicherte sich nach Platz zwei im Vorjahr nun den Heimsieg. „Ich wollte das Ding bei meinem Heimrennen unbedingt ziehen“, freute sich Haupt im Ziel. „Timo hat alles gegeben, um mich richtig zu ärgern und mich heute bestimmt fünf Jahre meines Lebens gekostet.“ Das Podium komplettierte Sascha Sokolowski vom SV Butteramt.

Auch bei den Damen blieb es spannend bis zum Schluss. Christina Paulus, frischgebackene Altersklassen-Europameisterin aus Hamburg, behauptete sich knapp vor ihrer Trainingspartnerin Camilla Zaage (Bremen). „Es war ein hartes Stück Arbeit, vor allem nach dem Ironman letzte Woche und bei dem Wetter“, resümierte Paulus. „Ich bin einfach froh, dass die Restform noch für den Sieg gereicht hat. Eigentlich mag ich ja lieber Rennen bei 30 Grad und Sonne.“ Für eine Überraschung sorgte Naima Diesner, die kurzfristig für eine verletzte Freundin einsprang und sich den dritten Platz sicherte: „Ich wusste gar nicht so genau, auf was ich mich da einlasse“, lachte die 35-jährige Ärztin im Ziel.

Der Steinhuder Meer Triathlon hat sich damit erneut als sportliches Highlight in der Region Hannover etabliert.

Trotz wechselhafter Wetterbedingungen zeigte sich Wunstorfs Bürgermeister Carten Piellusch begeistert vom 2. Steinhuder Meer Triathlon: „Dieses tolle Event ist für uns ein Meilenstein auf dem Weg zur Sportstadt. Wir freuen uns auf die Wiederholung im kommenden Jahr, die sich jeder schon jetzt fest im Terminkalender vormerken sollte.“ Auch der sportliche Leiter des Veranstalters eichels, Ex-Ironman-Vizeeuropameister Jan Raphael, zog ein durchweg positives Fazit: „Wir haben auf der Mitteldistanz dem Wetter getrotzt und vor allem am Nachmittag bei der Volksdistanz ein tolles Triathlon-Happening bei einzigartiger Atmosphäre erleben dürfen.“ Der einstige Profi betonte zudem: „Die Optimierungen, vor allem in den Bereichen Wechselzone und Radstrecke, haben sich auf jeden Fall bestens bewährt.“

Insgesamt waren am Steinhuder Meer 1.700 Athletinnen und Athleten am Start. 500 auf der Mitteldistanz und 1.200 auf der Sprintstrecke. „Das sind zwar etwas weniger als bei der Premiere im Vorjahr“, erklärte Raphael, „aber das lag daran, dass in diesem Jahr die Deutschen Hochschulmeisterschaften, die Landesmeisterschaften und die Regionalliga, die wir im Vorjahr integriert hatten, fehlten.“

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Fotos vom Steinhuder Meer Triathlon

Vorbericht: Titelverteidigerin Christina Paulus kehrt als Europameisterin nach Steinhude zurück

Christina Paulus vom SV Weilheim gewann die Frauenwertung auf der Mitteldistanz beim Steinhuder Meer Triathlon 2024 - Foto: Heiko Höhn

Christina Paulus vom SV Weilheim gewann die Frauenwertung auf der Mitteldistanz beim Steinhuder Meer Triathlon 2024 – Foto: Heiko Höhn

Die Vorjahressiegerin Christina Paulus aus Hameln hat ihre Teilnahme für die zweite Ausgabe des Steinhuder Meer Triathlons zugesagt. Am 15. Juni will die Athletin ihren Titel auf der Halbdistanz verteidigen. „Ich habe nicht nur aufgrund meines Sieges im Vorjahr nur die besten Erinnerungen an den Steinhuder Meer Triathlon“, sagt die Hawaii-Starterin.
Die Hamelnerin triumphierte am letzten Wochenende beim Ironman Hamburg und holte sich überlegen Gold in der Altersklasse F 40. „Ich weiß nicht, ob ich nur zwei Wochen nach meinem Start beim Ironman Hamburg auch in diesem Jahr wieder um den Sieg mitkämpfen kann, aber allein schon wegen der außerordentlichen Stimmung und Atmosphäre in Steinhude lohnt sich ein erneuter Start allemal.“

Mit Paulus und dem aus der Region stammenden Christian Haupt sind zwei Top-Favoriten im Rennen vertreten. „Mit Christina und Lokalmatador Christian Haupt haben wir zwei echte Cracks am Start, die sicherlich am Steinhuder Meer zu den absoluten Top-Favoriten zählen werden“, freut sich Jan Raphael, sportlicher Leiter der Veranstaltung, Ex-Ironman-Profi und zweifacher Vize-Europameister.

Insgesamt liegen dem Veranstalter eichels aktuell ca. 1.500 Anmeldungen für die sportliche Vielseitigkeitsprüfung vor, die neben der Halbdistanz auch den Volkstriathlon und auf beiden Strecken auch jeweils eine Staffelmöglichkeit im Angebot hat.

Wechselzone jetzt auf dem Parkplatz

Wechselzone beim Triathlon - Foto: Oliver Farys

Wechselzone beim Triathlon – Foto: Oliver Farys

Verbesserungen gibt es auch im organisatorischen Bereich: Nach intensiver Planung wurde die Wechselzone optimiert – ein Kritikpunkt aus dem Vorjahr konnte somit ausgeräumt werden. „Wir dürfen nach intensiven Abstimmungen mit der Stadt Wunstorf in diesem Jahr den Parkplatz Bruchweg für den Wechsel auf das Rad und anschließend auf die Laufstrecke nutzen“, erklärt Raphael. „Das ist für unsere Aktiven deutlich komfortabler und macht uns in der Organisation zudem etwas wetterunabhängiger. Die neue Wechselzone bietet optimale Voraussetzungen für einen reibungslosen und sicheren Ablauf in der vierten Disziplin, dem Wechsel. Sie ist übersichtlich und verfügt über einen absolut ebenen Untergrund.“

Neue Radstrecke führt über Bokeloh, Haste und Wunstorf

Die Veranstalter veröffentlichten jüngst auf Instagram die Pläne für die neue Streckenführung. Insbesondere aus Hagenburg hatte es Kritik gegeben, da die Ortsdurchfahrt für einige Stunden gesperrt worden war.

Nun soll die Strecke, die jetzt exakt 90 Kilometer lang ist, von Steinhude über Altenhagen nach Bokeloh führen. Über Mesmerode und Haste geht es dann über die B442 nach Wunstorf und über die B441 nach Steinhude zurück. Der Veranstalter sprechen von einer deutlichen Verbesserung der Sicherheit und Fairness durch breitere Straßen, besseren Straßenbelag und weniger Begegnungsverkehr. „Highspeed Passagen wechseln sich am Steinhuder Meer mit kurzen knackigen Rampen ab“,ist der sportliche Leiter, der Ex-Triathlon-Profi und zweifache Ironman-VizeeuropameisterJan Raphael mehr als zufrieden mit den Veränderungen: „Auch die Streckenlänge haben wir angepasst und können jetzt das Original-Format des klassischen 70.3 Ironman anbieten.“ Die Bereiche Startnummernausgabe, Check-In und Check-out wurden neu konzipiert und sind deutlich teilnehmerfreundlicher gestaltet.

Bleibt abzuwarten, wie die Sperrung nun bei den Anwohnern in Haste und Wunstorf ankommt.

Ironman Altersklassenweltmeister Christian Haupt neuer Botschafter des Triathlons

Christian Haupt beim Zieleinlauf 2024

Christian Haupt beim Zieleinlauf 2024 – Foto: eichels Event

Der Steinhuder Meer Triathlon hat ein neues Gesicht: Christian Haupt übernimmt ab sofort die Rolle des Botschafters für das Event. Der vierfache Ironman-Altersklassenweltmeister und Athlet von Hannover 96 wird seine Expertise einbringen, um die Veranstaltung weiterzuentwickeln und zu unterstützen.

„Was kann es Besseres geben, als Botschafter eines Rennens zu sein, das direkt vor meiner Haustür stattfindet und für das mein sportliches Herz schlägt?“, freut sich Haupt, der kürzlich bei der Wahl zum „Sportler des Jahres“ in Hannover auf Platz zwei gewählt wurde. „Das ist für mich nicht nur ein Triathlon, sondern ein echtes Heimspiel.“

Im Rahmen der neuen Kooperation sind gemeinsame Trainingseinheiten und Verlosungen im Vorfeld des Events geplant.

Rückblick Steinhuder Meer Triathlon 2024 – Premiere geglückt

Christina Paulus vom SV Weilheim gewann die Frauenwertung auf der Mitteldistanz beim Steinhuder Meer Triathlon 2024 - Foto: Heiko Höhn

Christina Paulus vom SV Weilheim gewann die Frauenwertung auf der Mitteldistanz beim Steinhuder Meer Triathlon 2024 – Foto: Heiko Höhn

Bereits zum Start um neun Uhr versammelten sich hunderte Sportler und mitgereiste Fans am Ufer des Steinhuder Meeres. Und auch die Steinhuder selbst wollten dieses Ereignis nicht verpassen. Bei sonnigem Wetter und 18 Grad Wassertemperatur stiegen etwa 600 TriathletInnen ins Wasser und warteten auf den Start. Steinhudes Bürgermeisterin Christiane Schweer gab um kurz nach 9 den Startschuss für die Premiere des ersten Steinhuder Meer Triathlons.

Sport mit Aussicht beim Steinhuder Meer Triathlon

Sport mit Aussicht: das Steinhuder Meer bot eine tolle Kulisse für den Triathlon – Foto: Tim Meuter

Tolle Kulisse für Sportler und Fans

Das Steinhuder Meer bot eine Kulisse, die für die Sportler sicher nicht alltäglich ist. Nach 1,8 Kilometern im noch frischen Wasser wechselten die Sportler und Sportlerinnen an den Strandterrassen auf das Rad um weitere 82 Kilometer auf den Straßen nach Hagenburg, Winzlar und Rehburg zurückzulegen. Zurück in Steinhude warteten die Fans und feuerten sie kräftig für die letzten 2o Kilometer Laufstrecke an. Wer zu diesem Zeitpunkt noch einen Blick für die Umgebung hatte, wurde mit einem Ausblick von der Steinhuder Promenade und auf die Felder bei Hagenburg belohnt.

Jubel für die Sieger

Am Strandterrassenplatz warteten die Zuschauenden derweil auf die ersten Teilnehmenden. Nach 3 Stunden, 38 Minuten und 46 Sekunden erreichte Favorit Jonas Weller vom Ratzeburger SV vor dem sichtlich mitgenommenen Lokalmatador Christian Haupt von Hannover 96 den Zieleinlauf. „Sieg oder Intensivstation!“ – Mit diesem Motto zündete Lokalmatador Christian Haupt von Hannover 96 auf den letzten eineinhalb Laufrunden den Turbo, blies zur Attacke und rückte dem 16 Jahre jüngeren Top-Favoriten Jonas Weller aus Ratzeburg bis zum Ziel auf dem Steinhuder Strandterrassenplatz noch einmal kräftig auf die Pelle. Fast vier Minuten hatte der zweifache Amateurweltmeister von Hawaii bei der Premiere des Steinhuder Meer Triathlon bereits Rückstand auf seinen Kontrahenten, im Ziel waren es dann vor einer großartigen Zuschauerkulisse und bestem Triathlonwetter gerade noch 49 Sekunden. „Ich habe wirklich alles reingehauen; das war hintenraus ein megageiles Laufgefühl“, schwärmte der 44-jährige Haupt, der sich bis zur Ziellinie völlig verausgabt hatte.

Schnellste Frau wurde Christina Paulus aus Hameln, die nach dem anstrengenden Rennen dem Moderator im Zieleinlauf locker und froh ein Interview geben konnte. Sie hatte im letzten Jahr bereits den Vorläufer, den Wasserstadt-Marathon in Hannover-Limmer, gewonnen. Hinter Paulus belegten Charlotte Engelbrecht (Aegir Hannover) und Theresa Koch aus Fritzlar die weiteren Podiumsränge.“

Steinhude-am-Meer.de begeleitete den Steinhuder Meer Triathlon den ganzen Tag auf unseren Social Media Kanälen- auf Instagram, Youtube, Facebook und Threads. Fotos finden Sie auch in unserer Galerie.

Reaktionen auf den Triathlon: Wiederholung erwünscht

Steinhuder Meer Triathlon - Ankunft der ersten Schwimmer - Foto: Tim Meuter

Steinhuder Meer Triathlon – Ankunft der ersten Schwimmer – Foto: Tim Meuter

Am Nachmittag gingen weitere 1300 Sportlerinnen und Sportler an den Start. In sechs Wellen traten die Triathleten zum kürzeren Volkstriathlon an. Immerhin noch 500 Meter Schwimmdistanz, 18 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen waren zu absolvieren. Bei inzwischen deutlich stärkerem Wind und höheren Wellen standen zudem Staffelläufe und der Kampf um die Deutsche Hochschulmeisterschaft auf dem Programm. Auf der Sprintdistanz siegten bei den Damen Katharina Krosta aus Braunschweig, sowie Justus Wehrhahn (Herford) bei den Männern.

Lob für Organisatoren

Steinhuder Meer Triathlon in Hagenburg - Foto: Tim Meuter

Steinhuder Meer Triathlon – Radfahrer in Hagenburg – Foto: Tim Meuter

Wer am Samstag in Steinhude dabei war, spürte die besondere Atmosphäre. Begeisternde Sportler, bewundernde Zuschauer. Der Triathlon war ein Großereignis, das vielen gefiel. „Toll, das sowas hier in Steinhude angeboten wird“, freute sich Urlauber Christian Stein aus Fulda. Gewinnerin Christina Paulus schreibt auf Instagram: „Was für eine gelungene Premiere am Steinhuder Meeer – sowohl für die Veranstalter als auch für mich selbst“. Veranstalter eichels spricht von einem „Traum-Debüt“.
Und auch viele, die vorher eher skeptisch auf die Großveranstaltung geblickt hatten, waren später überzeugt. Das große Verkehrschaos blieb aus, Anwohner arrangierten sich mit den Einschränkungen. Einige wünschten sich für das nächste Mal allerdings eine bessere Kommunikation und deutlichere Verkehrsführung vor Ort, insbesondere in Wunstorf. Abgesehen davon war der Triathlon aber erstklassig organisiert.

Wiederholung geplant – der Beginn einer Triathlon-Tradition am Steinhuder Meer?

Viele Teilnehmer und Besucher wünschen sich eine Wiederholung in 2025. Und aus Sicht des Veranstalters ist diese auch geplant. Projektleiter Jan Raphael hofft auf den Beginn einer langen Tradition: „Wir werden nun schnellstmöglich mit den eingebundenen Gemeinden und der Politik in die Analyse gehen und hoffen dann schnell einen Termin für das nächste Jahr kommunizieren zu können. Wie das bei einem Event dieser Größenordnung nunmal ist, müssen natürlich verschiedenste Interessen von Anliegern, Geschäften und vielem mehr berücksichtigt werden. Und wir wollen selbstverständlich so wenig Einschränkungen wie möglich verursachen, sondern lieber alle mit ins Boot holen, um für die Region mit allen zusammen gemeinsam etwas Großes auf die Beine zu stellen.“

Die Streckenführung habe sich auf Anhieb bewährt und das Flair auf dem zentralen Veranstaltungsplatz an den Steinhuder Strandterrassen sei einfach bombastisch gewesen, so Raphael weiter. Mit der Teilnehmerzahl gehöre man auf Anhieb zu den ganz Großen im Kalender der deutschen Eintages-Triathlonveranstaltungen und habe zugleich noch reichlich Luft nach oben. „Natürlich werden wir jetzt im Nachgang alles noch einmal ganz genau bewerten, an den Kinderkrankheiten einer Premiere arbeiten, das Feedback einsammeln und versuchen, alles noch weiter zu optimieren“.

Update: 2. Steinhuder Meer Triathlon 2025

Der neue Termin steht fest: der zweite Steinhuder Meer Triathlon findet am Sonntag, 15.6.2025 in Steinhude statt.

Vorberichte: Von der Wasserstadt ans Steinhuder Meer

Der Wasserstadt Triathlon zieht von Hannover ans Steinhuder Meer - Foto: Ingo Kutsche und Ralf Hansen

Der Wasserstadt Triathlon zieht 2024 von Hannover ans Steinhuder Meer – Foto: Ingo Kutsche und Ralf Hansen vom Hannover Triathlon 2019

Am 8. Juni wird in und um Steinhude geschwommen, Rad gefahren und gelaufen. Jan Raphael, sportlicher Leiter beim Veranstalter eichels erklärt: „Wir sind in Limmer schlichtweg an die Kapazitätsgrenzen gekommen und haben in Steinhude optimale Rahmenbedingungen vorgefunden, um dort das Event weiterzuentwickeln und zukunftssicher aufzustellen“, so der Ex-Profi und zweifache Ironman Vizeeuropameister. Die Eventagentur aus Hannover veranstaltet bereits weitere große Laufveranstaltungen in Hannover wie den Silvesterlauf oder den Triathlon am Maschsee.

Streckenführung über Steinhuder Promenade – Triathlon ausgebucht

Steinhuder Meer Triathlon - Logo

Einen Monat vor dem ersten Startschuss meldete Leiter Jan Raphael bereits stolz: „Wir liegen auf Kurs ausgebucht. Aktuell deutet alles darauf hin, dass wir schon frühzeitig keine Anmeldungen mehr annehmen werden können“, so der zweifache Ironman-Vizeeuropameister. Mittlerweile meldet der Veranstalter, dass der Triathlon mit 2.000 Startern und Starterinnen komplett ausgebucht sei, auch Nachmeldungen sind nicht mehr möglich. „Wir haben zurzeit noch täglich Anfragen, aber leider keine Kapazitäten in den Wechselzonen mehr frei“, ist der sportliche Leiter, Ex-Triathlonprofi Jan Raphael begeistert von der Resonanz auf das neue Event: „Ein echter Vertrauensbeweis in unsere Arbeit, aber vor allem auch ein Zeichen dafür, dass die Sportlerinnen und Sportler Lust auf die neue Location haben“.

Der Start wird direkt im Ortskern Steinhudes am Strandterrassenplatz sein. Entgegen der ersten Planung führt die Laufstrecke nun auch durch Steinhudes Zentrum und über die Steinhuder Promenade. So haben Zuschauerinnen und Zuschauer die Möglichkeit, die sportlich Aktiven hautnah zu erleben und anzufeuern. „Die
vier kleinen Brücken auf der Promenade bieten zudem noch eine zusätzliche Herausforderung für die Aktiven auf der ansonsten flachen Laufstrecke,“ so Raphael.
Die Laufstrecke führt dann durch die Wiesen nördlich von Hagenburg zum Hagenburger Kanal und an der Promenade zurück nach Steinhude. Die Rad-Strecke wird die Triathleten auf der B441 über Hagenburg nach Winzlar führen. Die längere Mitteldistanz führt die Teilnehmer noch weiter nach Rehburg-Stadt und Rehburg-Loccum.

Rahmenprogramm und Weinfest

Gut besucht: der Steinhuder Meer Triathlon

Gut besucht: der Steinhuder Meer Triathlon

Eine Triathlon-EXPO im Herzen Steinhudes mit u. a. Sport- und Ernährungsangeboten sowie einem Bike-Support-Service und das zeitgleich stattfindende Weinfest runden ein buntes Programm ab, das sicherlich nicht nur die sportlichen Akteure und ihre Begleiter, sondern auch viele Zuschauer in Meerregion lockt. Los geht’s am 8. Juni um 9 Uhr.
Die ÖPNV-Angebote werden am zum Veranstaltungstag deutlich erweitert, die Personenschifffahrt auf dem Steinhuder Meer läuft uneingeschränkt weiter.

Alle Informationen, Strecken- und Zeitpläne gibt es unter www.steinhudermeer-triathlon.de

Seriensieger Hendrik Becker Top-Favorit beim Steinhuder Meer Triathlon 2024

Triathlon-Urgestein Hendrik Becker - Foto: Eichels GmbH

Gilt als Favorit beim Steinhuder Meer Triathlon: Triathlon-Urgestein Hendrik Becker – Foto: Eichels GmbH

Nach dem mehrfachen Ironman-Altersklassenweltmeister und Lokalmatador Christian Haupt von Hannover 96 freuen sich die Veranstalter über einen weiteren hochkarätigen Starter: „Triathlon-Urgestein Hendrik Becker hat uns eine Startzusage gegeben und ist sicherlich der absolute Top-Favorit für das Rennen über die Sprintdistanz“, freut sich der sportliche Leiter des Steinhuder Meer Triathlon, Ex-Profi Jan Raphael, über die Startzusage des mittlerweile in Spanien lebenden Seriensiegers.
Der 44jährige hat in seiner Vita weltweit bereits mehr als 100 Altersklassen-Siege stehen, darunter zwei Europameister- drei Vize-Weltmeister- und stattliche zehn Deutsche Meistertitel. „Ihn gilt es zu schlagen, wenn man in Steinhude ganz oben auf dem Treppchen stehen will“, so Raphael, der beim Nachfolger des einstigen Wasserstadt Triathlon 2.000 Aktive erwartet. Die Sieger der letzten Austragung des sportlichen Vielseitigkeitswettbewerbes im Westen der Landeshauptstadt werden beide auch in Steinhude am Start sein, nachdem neben Haupt auch Christina Paulus aus Hameln ihre „Titelverteidigung“ auf der Mitteldistanz ins Visier genommen hat.

Absage in Ingolstadt bringt weitere Spitzensportler nach Steinhude

Sieger des ersten Triathlons am Steinhuder Meer: Jonas Weller - Foto: Heiko Höhn

Sieger des ersten Triathlons am Steinhuder Meer: Jonas Weller – Foto: Heiko Höhn

Auf der Mitteldistanz gilt Lokalmatador Christian Haupt von Hannover 96 als Favorit. Allerdings könnte Haupt der Sieg noch streitig gemacht werden. Nach der Absage des Audi Triathlons in Ingolstadt auf Grund der Überschwemmungen kommen weitere Sportler nach Steinhude. „Wir haben gestern und vorgestern eine ganze Reihe von Bitten und Nachfragen von Aktiven gehabt, die am Sonntag eigentlich beim Ironman in Ingolstadt starten wollten und nun fast schon verzweifelt versuchen, einen Ersatz zu finden, um ihre Form unter Beweis zu stellen“, erklärte der sportliche Leiter des Steinhuder Meer Triathlon, Jan Raphael vom Veranstalter eichels: „Wir haben daher intensiv nach Möglichkeiten gesucht, zu helfen und haben nach vereinzelten Absagen noch einmal 40 Startplätze freimachen können, die nun über eine Warteliste neu belegt werden.“
Einige der betroffenen Aktiven führt der Weg nun nach Norden, darunter auch ein Athlet, der Lokalmatador Christian Haupt (Hannover 96) den Sieg über die Mitteldistanz streitig machen könnte. Neoprofi Jonas Weller aus Ratzeburg hat unter anderem bereits einen dritten Platz beim
Ironman Hamburg 2022, den Silberrang beim Ironman Italy 2023 sowie den Sieg beim Ironman 70.3 in Duisburg in seiner Vita stehen.
„Ein echter Kracher“, findet Raphael: „Auch, wenn die Umstände natürlich tragisch sind, so freuen wir uns doch, dass solch ein Top-Athlet bei unserer Premiere in Steinhude am Start stehen wird. Jonas hat vor zwei Wochen in der Schweiz seine aktuell starke Form unter Beweis gestellt; das wird ein echtes Brett für Christian Haupt.“

Weltmeister Christian Haupt am Start

Steinhuder Meer Triathlon - Foto: eichels

Die Organisatoren des Steinhuder Meer Triathlons: (vl.) Jan Raphael, Willy Rehbock, Martin Pavel, Stefanie Eichel, Christian Haupt | Foto: eichels

„Ich weiß gar nicht, warum es diese Veranstaltung nicht schon lange gibt!“ – Für den amtierenden Ironman-Altersklassenweltmeister Christian Haupt, der gleich als einer der ersten seine Startzusage gegeben hat, ist die Premiere eines Triathlons in der Steinhuder Meer Region längst überfällig: „Ich kenne das Gebiet durch etliche Trainingskilometer und finde die Location schlichtweg perfekt. Hier herrschen optimale Bedingungen und ich sehe dort ein Riesenpotenzial für das Event in den nächsten Jahren.“
Einschätzungen, die Initiator Willi Rehbock gerne gehört haben wird: „Wir haben schon lange von solch einem Format geträumt und freuen uns einfach, dass wir jetzt mit dieser Veranstaltung, die optimal hierher passt, an den Start gehen können“, erklärte der Geschäftsführer der Steinhuder Meer Tourismus GmbH, bei der Streckenpräsentation in den Steinhuder Strandterrassen: „Wir erwarten ein tolles Event mit überregionaler und nationaler Strahlkraft.“

Große Akzeptanz und Begeisterung für Sportveranstaltung

Verantwortlich für die Umsetzung zeichnet mit der Veranstaltungsagentur „eichels“ ein überaus erfahrenes, und in der Triathlonszene bestens vernetztes Unternehmen, das unter anderem auch den ADAC Marathon Hannover sowie die Deutschen Meisterschaften der Triathlon Elite im kommenden Jahr umsetzt. „Wir haben in den ersten Gesprächen sehr schnell eine große Akzeptanz und Begeisterung gespürt und sehen große Chancen, hier in den nächsten Jahren gemeinsam etwas Großes entwickeln zu können“, erklärte Projektleiter Jan Raphael, einst selbst Triathlon-Profi und zweifacher Ironman-Vizeeuropameister: „Zusammen mit der Steinhuder Meer Tourismus GmbH hoffen wir, viele Mitmachende vor Ort an unsere Seite holen zu können, mit denen wir ein buntes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm gestalten möchten.“ Viel Rückendeckung kommt auch von der Politik vor Ort. „Rat und Verwaltung stehen mit voller Unterstützung hinter diesem großartigen Projekt“, betonte der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Wunstorf, Martin Pavel: „Man merkt sofort, dass hier Profis am Werk sind.“