Wunstorfer Schülerinnen und Schüler helfen bei der Renaturierung und drehen dabei Kurzfilme über Moor- und Klimaschutz. Unsere Redakteurin Manuela Bredthauer hat die jungen Filmemacher ins Tote Moor bei Mardorf begleitet.
Mit ihren Umweltfilmen beteiligen sie sich am niedersächsischen Kurzfilmwettbewerb Film die Zukunft: ganz schön anders – „ÜberÜbermorgen“. Der Naturpark Steinhuder Meer fungiert dabei als Kooperationspartner für das Projekt „Moore4Future“. Unter Anleitung von Umweltpädagogin Elke Bohn und des Naturparkrangers Hauke Zirfas lernen die jungen Filmmachenden, wie Klimaschutz in der Praxis funktioniert und beteiligen sich mit einer Pflanzaktion im Naturschutzgebiet Totes Moor.
Naturschutz und Filmvisionen für die Zukunft

Umweltpädagogin Elke Bohn zeigt den Schülerinnen, wie gepflanzt werden muss. Bild: Steinhude-am-Meer.de
Das Filmprojekt bietet den knapp 20 Schülerinnen und Schülern der Ev. IGS Wunstorf die Möglichkeit, ihre Ideen zur Umsetzung von Klima- und Naturschutz in eigenen Filmgeschichten zusammenzufassen. Im Fokus steht dabei die schützenswerte Moorlandschaft der Meerregion. Bei einer Exkursion mit Umweltpädagogin Elke Bohn am Donnerstag, 14. September, erfuhren die Jugendlichen viel über diese wertvolle Naturlandschaft.
Markus Götte, Projektleiter von Moore4Future, stand den vier Filmteams dann mit Tipps zur Umsetzung von Filmsequenzen zur Seite. Die maximal 5 Minuten langen Filme sollen zeigen, wie wichtig es ist, zerstörte Moorflächen wieder zu renaturieren.
Pflanzaktion im Toten Moor
Im Rahmen der zum Projekt gehörenden Pflanzaktion haben die vier Schülerteams der 10. Klassen zudem auch selbst tatkräftig bei der Renaturierung zerstörter Moorflächen in ihrer Heimat mitgeholfen. Durch die Pflanzung von Stecklingen von Rosmarinheide, Moos und Krähenbeeren auf ehemaligen Abtorfflächen, wird die Grundlage geschaffen, eine intakte Moorfläche wieder herzustellen. Umweltpädagogin Elke Bohn zeigt, worauf es dabei ankommt und die jungen Mitwirkenden waren mit viel Spaß bei der Sache. „Ich habe viel im Rahmen des Projekts gelernt, “ betont einer der Schüler, “ mir war vorher gar nicht bewusst, was für ein ökologisch wichtiges Areal Moorlandschaften darstellen.“
Moor- und Klimaschutz im Naturpark Steinhuder Meer

Moorlandschaft im Naturpark Steinhuder Meer. Bild: Steinhude-am-Meer.de
Die Region Hannover setzt sich aktiv für den Erhalt heimischer Moore ein, da sie wichtige Kohlenstoffspeicher sind, die einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Moore können im Vergleich zu Wäldern derselben Größe etwa zehnmal mehr Kohlenstoff binden. Sie sind zudem Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und fördern die Biodiversität. Weitere Infos zum Projekt Insekten beleben Moore .
Besucher des Naturparks können auf geführten Exkursionen, Erlebnispfaden und in den Ausstellungen des Naturparks Steinhuder Meer im Naturparkhaus oder der Infoscheune in Steinhude mehr über Torfabbau, Renaturierung und die einzigartige Flora und Fauna erfahren.
