Am 14. Dezember fand die feierliche Eisansaat auf dem Gelände des Segler-Vereins Großenheidorn statt. Rund fünfzig Gäste trotzten dem milden Wetter und beschworen bei schönstem Sonnenschein andächtig die Naturkräfte für eine gute Eissegel-Saison.
Schamane und Mittler huldigen den Göttern des Windes
„Schamane“ Dietmar Gottke huldigte gemeinsam mit 5 auserwählten spirituellen Mittlern den Göttern der Natur. An der Feuerschale am Ufer des Vereinsgeländes wurden Kiefernnadeln zur Besänftigung der Götter des Windes geopfert. Sie mögen dafür sorgen, dass das Steinhuder Meer an windstillen Tagen zu einer spiegelglatten Eisfläche zufriere, die ideal für Schlittschuhläufer und die Eissegler ist.
Eiswürfel sollen der Natur auf die Sprünge helfen
Nach der Zeremonie wurde gemeinsam das Eis „angesät“: mitgebrachte Eiswürfel wurden symbolisch ins Steinhuder Meer geworfen – ein augenzwinkernder Versuch, der Natur ein wenig auf die Sprünge zu helfen.
Der Realitäts-Check
Bei den derzeit milden Temperaturen sieht es indes noch nicht so gut aus für die Eissegler. Und um physikalisch nachzuhelfen, würde man laut KI-Berechnung über 82 Milliarden handelsübliche Eiswürfel benötigen, um die gesamte Wassermasse des Sees auf den Gefrierpunkt abzukühlen. Die Eissegler setzen daher weiterhin auf die Götter und auf ein paar knackige Frostnächte.
Im Anschluss klang die Veranstaltung bei Glühwein, Punsch und netten Gesprächen gemütlich aus.


