Götter, Glocken, Gläubige im Fischer- und Webermuseum

Götter, Glocken, Gläubige im Fischer- und Webermuseum
Der überdachte Innenhof des Fischer- und Webermuseums wird zur Theaterbühne. An zwei Terminen, 19. Juli und 9. August 2012, jeweils 19:30 Uhr begegnen die Zuschauer mystischen Sagengestalten aus unserer Region. Und es ist so Einiges los in der norddeutschen Tiefebene: Ratlose Götter, liebestolle Glocken, trauernde Zwerge, ein genervter Riese und zahlreiche weitere Gestalten tummeln sich in unserer Gegend.
 
In diese faszinierende, teilweise aberwitzige Sagenwelt rund um das Steinhuder Meer entführt an beiden Terminen die Schauspielerin Christiane Hess.
Ohne Requisiten oder aufwändiges Bühnenbild verwandelt sich die Frau der 1000 Gesichter dabei blitzschnell, mit unglaublicher Mimik und pantomimischer Präzision in die verschiedensten Charaktere und zaubert Stimmungen zwischen Tiefgang, überschäumendem Humor und liebevoll-ironischen Betrachtungen. Das Programm besteht aus 3 in sich geschlossenen Geschichten, dauert etwa 90 Minuten und ist konzipiert für Erwachsene und Kinder ab 9 Jahren.

 

 

Termine:
Donnerstag, 19. Juli 2012: 19:30 Uhr
Donnerstag, 9. August 2012: 19:30 Uhr

Die Karten für beide Veranstaltungen gibt es ab jetzt im Vorverkauf bei der Steinhuder Meer Tourismus GmbH und in den Steinhuder Museen. Fischer- und Webermuseum | Spielzeugmuseum. Sie kosten regulär 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

 

Mehr Info auf www.theater-am-barg.de

 

 

Legenden aus dem Leinetal

Von der Mandelsloher Glocke, die davonflog:
Die Germanischen Götter sind sauer: Immer mehr Menschen bekennen sich zum Christentum und der heidnische Glaube gerät langsam in Vergessenheit. Der einäugige Odin, Thor, Loki und die anderen beschließen, etwas zu unternehmen und lassen die Mandelsloher Kirchglocke davonfliegen. Die so befreite Glocke macht sich auf den Weg über Brase und Dinstof, um ihre alte Liebe - die Glocke Maria - im Niedernstöckener Kirchturm zu überreden, mit ihr durchzubrennen..

Die Legende vom eingemauerten Kind:
Die Zeit um 1572 ist in Neustadt geprägt von der Herrschaft Herzog Erichs II., der in dem damals eher kleinen Städtchen während seiner Amtszeit sage und schreibe 41 Frauen als Hexen verbrennen ließ. Als Erich erkankt, die alte Burg abbrennt und er zudem pleite ist, bezichtigt er kurzerhand seine Frau Sidonie von Sachsen der Hexerei, um an ihr Geld zu kommen. Nach Sidonies Flucht erhält der holländische Baumeister Pietsche den Auftrag, dem frustrierten Erich ein neues Schloss zu bauen. Doch ein Teil der neuen Stadtmauer stürzt auf dem sumpfigen Untergrund der Leinemasch immer wieder ein. Man beginnt schon zu verzweifeln, da gibt ein altes Mütterchen einen verhängnisvollen Ratschlag, wie man die bösen Geister gnädig zu stimmen vermag.

Die Entstehungssage des Steinhuder Meeres:
Das Steinhuder Meer - größter Binnensee Norddeutschlands mit einer durchschnittlichen Wassertiefe von gerade einmal 1,35 m - hat sich nach der letzten Eiszeit aus einer Bodensenke entwickelt? Mag durchaus sein. Aber wie genau diese Senke entstanden ist, wissen die wenigsten. So viel sei verraten: Ein gelangweilter Riese und eine Schar fortpflanzungswilliger Zwerge sind die Verursacher für eines der schönsten Naherholungsgebiete im norddeutschen Raum.

 

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