Region Hannover verhängte kurzfristig Badeverbot an der Weißen Düne

Region Hannover verhängte kurzfristig Badeverbot an der Weißen Düne
Messungen des Gesundheitsamtes der Region Hannover haben eine starke Konzentration von Blaualgen am Badestrand an der Weißen Düne in Mardorf ergeben. Die Region Hannover hat daher vom Montag, 5. August für den Strand ein Badeverbot verhängt. Das Verbot wurde am 07. August 2019 wieder aufgehoben.
Warnungen zum erhöhten Aufkommen der Blaualge am Steinhuder Meer gelten weiterhin.
Map data © OpenStreetMap contributors CC-BY-SA, Imagery © Mapbox

Steinhuder Meer: Gesundheitsamt registriert erhöhtes Blaualgenvorkommen

Nach erneuter Messung und Algenbeurteilung durch das Gesundheitsamt der Region konnte das Badeverbot am 7. August 2019 an der Weißen Düne aufgehoben werden. Weiterhin aber gelten dort und an der Badeinsel Steinhude die Warnungen zum erhöhten Aufkommen der Blaualgen.

In der aktuellen sommerlichen Situation kann es je nach Wind- und Wellenverhältnissen zu wechselnden Ansammlungen in den Strandbereichen kommen. Betroffene Bereiche sollten gemieden werden, besondere Vorsicht gilt weiterhin für Kinder und badende Hunde. Die Verhaltenshinweise vor Ort sollten entsprechend beachtet werden.

Auch außerhalb der beiden genannten Bereiche werden Badende gebeten, auf Trübungen und Schlierenbildung im Wasser zu achten und die entsprechenden Bereiche zu meiden. Je nach Wind- und Wellenverhältnissen können die Blaualgen-Ansammlungen an verschiedene Stellen im Uferbereich treiben.

Besonders Eltern von Kleinkindern und Hundebesitzer sollten wachsam sein. Beim Verschlucken des Wassers ist mit Übelkeit, Erbrechen oder Atemnot zu rechnen. „Vor allem Kinder sollten nicht in Bereichen mit vermehrtem Blaualgenaufkommen baden und dort vom Plantschen im Uferbereich absehen“, sagt Dr. Constanze Wasmus, Leiterin des Teams Allgemeiner Infektionsschutz und Umweltmedizin.Auch der Kontakt mit der Haut kann zu Reizungen führen.

 

Wasserqualität wird laufend überwacht

Der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover überwacht während der Badesaison vom 15. Mai bis zum 15. September 23 Seen in der Region. Im vierwöchigen Rhythmus nehmen Hygieneinspektoren Proben, um das Wasser bakteriologisch auf zwei Keimarten – so genannten Intestinalen Enterokokken und Escherichia coli – zu untersuchen. Außerdem werden die Seen anhand der Sichttiefe auf das Vorkommen von Blaualgen geprüft. Manche Arten der Blaualgen scheiden gesundheitsschädigende Stoffwechselprodukte aus, die zu allergischen oder toxisch bedingten Gesundheitsstörungen führen können. Entsprechende Schilder mit Verhaltenshinweisen sind an den Badestellen aufgestellt. Kennzeichen für eine starke Blaualgenentwicklung sind eine bläulich-grünliche Trübung des Wassers, eine Sichttiefe von weniger als einem Meter und Schlierenbildung oder Aufrahmungen am Ufer. An welchen Uferbereichen sich Blaualgen konzentrieren, hängt im Wesentlichen von der Windrichtung ab. Das Aufkommen kann sich daher innerhalb kurzer Zeit ändern. Da sich auch außerhalb von Badestellen Blaualgen im Uferbereich konzentrieren können, weist die Region Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer vorsorglich darauf hin, dass auch Hunde im Falle von Blaualgenansammlungen nicht baden und kein Wasser schlucken sollten.

 

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