Musik zur Einkehr im Kloster Loccum: Gloria in Excelsis Deo

Musik zur Einkehr im Kloster Loccum: Gloria in Excelsis Deo
In der Reihe der Einkehrmusiken in der Klosterkirche Loccum steht am Sonntag, 19. August um 17.30 Uhr die Komposition "Gloria in Excelsio Deo" vorgetragen von Sopranistin Anja Steinert auf dem Programm.
  • Musik zur Einkehr im Kloster Loccum: Gloria in Excelsis Deo, 17.30 Uhr, Kloster Loccum17.30 Uhr
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Konzert für Orgel und Violoncello in der Klosterkirche

Zum Konzert ertönen sich überkreuzende Stimmen und Motive von fünf Komponisten, die in expressive Klänge münden. Eröffnet wird der Abend mit „Fratres“ des estnischen Komponisten Arvo Pärt. Das Werk und sein Titel ("Brüder") vermitteln den Eindruck einer würdigen, kerzenerleuchteten Prozession mittelalterlicher Mönche auf ihrem Weg zur Messe. „Fratres“ ist das direkte Ergebnis der Beschäftigung des Komponisten mit mittelalterlicher Musik. Ein psalmenartiges Thema wird vom Cello umspielt und kommentiert bis zu einem leidenschaftlichen Höhepunkt, um danach zu einer friedvollen und spirituellen Ruhe zurückzukehren.

Mit „In Croce“ erwartet die Zuhörer ein sinnliches und packendes Werk mit barocker Kreuzsymbolik. Dies Werk der international gefeierten Komponistin Sofia Gubaidulina, geboren in der russischen Republik Tatarstan, ist nicht die einzige Komposition, mit der Sofia Gubaidulina über den Begriff «Kreuz» musikalisch nachdenkt. Sie ist gläubige Christin, und das spiegelt sich in fast jedem ihrer Werke wider.

Nach Orgelwerken von Sigfrid Karg-Elert und dem „Lied to the Sun“ aus der „Lied-Symphonie“ des Belgiers Flor Peeters bildet das berühmte „Kol Nidrei“ von Max Bruch den Abschluß des Konzertes. Hier hat der Komponist zwei hebräische Melodien verarbeitet, einen Bußgesang, der am Vorabend von „Yom-Kippur“ erklingt sowie einen Klagegesang angesichts des babylonischen Exils.

Ausführende sind Domorganist Thomas Schmitz aus Münster, einer der führenden Organisten Deutschlands, und der Cellist Lutz Wagner, der seit 1984 Einkehrmusiken in Loccum gestaltet. Thomas Schmitz, geboren in Köln, war zunächst Schüler von Domorganist Andreas Meisner (Altenberg), studierte Kirchenmusik und Orgel, nahm an etlichen Meisterkursen teil und ist seit 2003 Domorganist am Hohen Dom zu Münster. Schmitz ist bekannt durch zahlreiche Konzerttätigkeit im In- und Ausland und durch Auftritte mit Spezialensembles für Alte Musik und hat zahlreiche CDs produziert. Lutz Wagner, geboren in Nienburg/Weser, studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Friedrich-Jürgen Sellheim und bei Johannes Goritzki an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf, absolvierte Meister- und Kammermusikkurse bei Lehrern wie André Navarra, Marcio Carneiro, Jürgen Kussmaul. Lutz Wagner ist Preisträger des Louis-Spohr-Preises und des „Internationalen Streichquartett-Wettbewerbs“ in Bubenreuth, war Solocellist u.a. der Klassischen Philharmonie Bonn und ist seit 1991 beim Sinfonieorchester Münster. Hinzu kommen vielfältige solistische und kammermusikalische Aktivitäten. Lutz Wagner hat Aufnahmen für den Rundfunk und auf CD eingespielt.

Eintritt € 7,—
Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren frei
Familienkarte € 15

 

Zur Aufführung kommen Werke von mehreren Komponisten. Von Cuthbert Harris (1870-1932) wird „Festival Postlude“ gespielt; dies wechselt beschwingt zwischen leisen und wuchtigen Passagen. Das Choralvorspiel „Werde munter, mein Gemüthe“ von Johann Sebastian Bach ist hier in einer eigenen Bearbeitung für Orgel und Blechbläser zu hören. Die Bläser übernehmen hierbei den vierstimmigen Choralsatz. Dietrich Buxtehude hat das Magnificat primi toni, BuxWV 203, in der Form für liturgische Musik geschrieben. Jacob de Haan, geb.1959 in Heerenveen, Niederlande, ist bekannt als Komponist und Arrangeur von Blasmusik. Die „Missa brevis“ ist ursprünglich für Chor und Blasorchester komponiert worden. Die Fassung für Trompete und Orgel stammt vom Komponisten. Das „Ave Maria“ von Jacob Arcadelt aus dem 16. Jahrhundert hat Franz Liszt (1811-1886) als spätromantisches Orgelstück bearbeitet. Nicht durch romantische Harmonien, sondern durch die romantischen Klangmöglichkeiten der Orgel lässt sich dieses Stück auf der Orgel in Loccum gut darstellen. Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) vereint in seinem Praeludium und Fuge d-moll, op. 37,3 barocke Formensprache mit romantischer Klangwelt. Der Belgier Jacques-Nicolas Lemmens war Lehrer für Orgel am Brüsseler Konservatorium. 1862 veröffentlichte er seine „École d'Orgue basée sur le Plain-Chant Romain“, eine Orgelschule, aus der die Fanfare, hier in einer Bearbeitung für Orgel und Blechbläser, stammt.

Das auftretende Ensemble hat sich als Projektgruppe zusammengefunden und besteht aus aktiven Musikern aus der Hildesheimer Umgebung. Ekkehard Sydow (geb. 1954) erhielt den ersten Orgel- und Klavierunterricht bei Dommusikdirektor Otto Brauckmann und Dommusikdirektor Hermann Bode. Ab 1975 studierte er an der Hochschule für Musik und Theater Hannover Schul- und Kirchenmusik. Von 1980 bis 2016 unterrichtete er Musik an der Marienschule in Hildesheim. Dort gründete er 2005 das Sinfonische BlasOrchester (SBO), Niedersachsens größtes Jugendblasorchester. Orgelkonzerte u.a. in Hamburg, Luxemburg und Hildesheim sowie die Einspielung der Orgel in St. Mauritius, Hildesheim gehören zu den musikalischen Aktivitäten.

 

Gloria in Excelsis Deo

Zur Aufführung kommt unter anderem die siebenteilige Komposition „Gloria in Excelsis Deo“ für Solo-Sopran und Streicher von Georg Friedrich Händel. Diese Komposition wurde 1999 wiederentdeckt und 2001 nach 300 Jahren erstmals wieder aufgeführt. In dem Konzert singt Anja Steinert die Sopranpartie, begleitet von Tonga Angheloff und Friedrich Holze auf der Violine. Mit Musiken für Orgel ist der Stiftskantor Michael Merkel zu hören.

Bei der Entdeckung der Komposition „Gloria in Excelsis Deo“ haben mehrere führende Händelforscher aus England und den Vereinigten Staaten von Amerika nach eingehender Prüfung des Quellenmaterials die Echtheit des Werkes bestätigt. Professor Michael Talbot aus Liverpool, Spezialist für italienische Barockmusik, erklärte, er halte das Werk nicht nur für interessant, sondern auch für sehr bedeutend. Seine musikalische Qualität sei so hoch, dass es schon bald zu den beliebtesten Kompositionen für Solo-Stimme von Händel gehören könne.

Daneben erklingt eine Suite mit acht tänzerischen Duettsätzen für zwei Violinen von Michel Corette, Musik für Orgel solo und für Gesang und Orgel.
Die Musikerinnen und Musiker erfreuten bereits im vergangenen Jahr in der Musik zur Einkehr, damals in etwas größerer Besetzung, mit dem „Laudate Pueri“ von Antonio Vivaldi.

 

Kloster Loccum

Adresse:

Kloster 2,
31547 Rehburg-Loccum

Der Eintritt beträgt 7 Euro. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre sind frei.

 

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