Es war der Höhepunkt des diesjährigen Winters in Steinhude: Am vergangenen Wochenende feierten geschätzte 80.000 Eisfans eine große Party auf dem zugefrorenen Steinhuder Meer.

Tausende feiern beim Eisvergnügen

Nur wenige Tage blieben Willi Rehbock und seinem Team von der Steinhuder Meer Tourismus GmbH für die Organisation des Festes, nach dem am Mittwoch die Messung der Eisstärke grünes Licht gegeben hatte. Die Nachricht vom bevorstehenden Eisfest verbreitete sich rasend schnell. Insbesondere über Facebook teilten innerhalb von 12 Stunden über 350 Fans unser Foto der Eismessung und hunderte Einladungen an Freunde für das bisher dritte Eisfest wurden verschickt. Am Nordufer machte brüchiges Eis dagegen die geplante Veranstaltung unmöglich.

Buntes Treiben im Steinhuder Winterwunderland

Als es dann am Samstag gegen 11 Uhr losging, standen über 20 Stände mit Glühwein, Bratwurst und Schmalzkuchen und ein Kinderkarussell am Ufer des Sees für die Gäste bereit und die Sonne schien über dem Steinhuder Meer. Tausende Menschen machten sich auf den Weg nach Steinhude, die zusätzlich eingerichteten Parkplätze auf Wiesen außerhalb des Ortes füllten sich. Mit Schlittschuhen und Eishockeyschlägern bepackte Kinderwagen und Schlitten zogen Richtung Uferpromenade auf das Eis. Schlittschuhläufer und Spaziergänger tummelten sich im abgesperrten Veranstaltungsbereich zwischen den Strandterrassen und dem Steinhuder Hafen. Kinder schlitterten über das Eis, spielten Eishockey oder wurden per Schlitten gezogen.

Stimmung am Antenne-Truck

Am Ratskellergelände sorgte der Showtruck von Hit-Radio Antenne mit Musik für gute Laune. Mehrmals täglich trat hier Sängerin Carlotta Truman aus Garbsen auf, die aus der RTL-Show „Das Supertalent“ bekannt ist. Die 12jährige begeisterte jung und alt mit ihrer beachtlichen Soulstimme und übertrug ihr Lächeln auf die Zuschauer. Wenn sie zwischen den Auftritten gerade nicht mal Autogrammkarten verteilte, zog auch sie ihre Schlittschuhe an und erkundete das Steinhuder Eismeer. Antenne-Moderator Crazy Olli animierte am Sonntagnachmittag mit Partyhits das Publikum dann sogar zu Tanz und Polonaisen vor der Showbühne.

Zu Fuß am Wilhelmstein

Viele Besucher beließen es allerdings nicht dabei, sich am Ufer aufzuhalten, sondern traten den Marsch zur Insel Wilhelmstein an. Wer nach 3,5 Kilometern die Insel erreichte, war sicher froh über einen heißen Glühwein. Das besondere Erlebnis, die Insel einmal per Fuß zu erreichen, war nicht ganz ungefährlich. Dennoch blieben größere Einsätze für die Rettungskräfte eine Ausnahme. Die ehrenamtlichen Retter der Johanniter und der Feuerwehr, die mit ihrem Hoovercraft vor Ort war, mußten vor allem kleinere Verletzungen und ein paar Knochenbrüche nach Stürzen auf dem Eis versorgen.

Steinhuder Eisfest 2012