CARMEN - ausverkauftes Sommer Open Air im Scheunenviertel [Update]

CARMEN - ausverkauftes Sommer Open Air im Scheunenviertel [Update]

Das historische Scheunenviertel Steinhude wurde am Sonntag, 30.07.2006 zum zweiten Mal zu einer grandiosen Open Air Bühne umgestaltet. Georges Bizets Erfolgsoper CARMEN war - trotz leichter Wetterkapriolen - ein voller Erfolg. Internationale Starsolisten und über 100 Mitwirkende der Staatsoper Stettin spielten vor einem begeisterten Publikum.

Topveranstaltung im Jahreskalender

Die ausverkaufte Aufführung der Konzertagentur www.paulis.de trotzte mit mitreißenden Melodien den kurzzeitgen Regengüssen. Das Publikum nahm das Wetter gelassen, Regenponchos sorgten bei angenehmen Temperaturen für einen Hörgenuss, der im historischen Scheunenviertel perfekt in Szene gesetzt wurde. 
Der Zuspruch zeigt, dass dieses Kulturangebot - wie das Opernevent NABUCCO im Vorjahr - in die Topveranstaltungen des Jahres gehört.

Bitte beachten Sie auch das Panoramabild der Aufführung.

 

Operninszenierung in vier Akten

Die Oper wurde in vier Akten und in französischer Originalsprache aufgeführt. Bilder des Sommer Open Airs im Scheunenviertel finden Sie in unserer Fotogalerie "Bühne und Musik" unter dem Datum 30.07.2006.

 

Die Handlung

Von der Opéra-Comique erhielt Bizet den Auftrag, eine neue Oper zu schreiben; er selbst  wählte als Sujet die bekannte "Carmen"-Novelle von Prosper Mérimée, der die Novelle 1845 nach zwei Spanien-Reisen schrieb. Die Librettisten Halévy und Meilhac schrieben die Novelle in ein ausgezeichnetes Opernlibretto um:  sie machten die Hauptfiguren weniger brutal und milderten die sehr krasse Handlung.  Am gelungensten und ganz nach dem Geschmack des Publikums der Opéra-Comique war die Einführung der treuherzigen Micaela als Gegenstück zur leidenschaftlichen, gewissenslosen Carmen.  Aber trotz gemilderter Handlung trugen das Milieu und der  unkonventionelle tragische Schluß dazu bei, einen Vorgeschmack auf die  Verismo-Oper der nächsten Generation zu geben.

Obwohl Carmen ursprünglich im Stil der Opéra-Comique geschrieben wurde, mit gesprochenem Dialog statt Recitativen zwischen den Arien, hat Bizet die Formgattung auch musikalisch erweitert.  Die Handlung motiviert die Musik; je wichtiger die Dramatik, desto offensichtlicher die Dominanz des Orchesters. Die mitreißenden spanischen Rythmen schlagen den Zuhörer in Bann. Bizet, der selbst nie in Spanien war; orientierte sich an spanischen Liedsammlungen. Selbst in den dramatischen und tragischen Szenen spürt man den bestimmenden Einfluß des tänzerischen Elementes.  Man spürt aber auch noch einen Hauch der traditionellen Opéra-Comique; nicht nur durch die blühende Melodik in den Szenen zwischen Micaela und Don José, sondern auch durch Carmens chansonhafte, strophische Habanera (den Text dazu schrieb Bizet selbst), ihre Seguedilla, und Escamillos berühmtes, zwischen Dur und Moll changierendes Torerolied, das zum Welthit wurde. Hauptsächlich wegen der vielen gewagten Änderungen im Vergleich zur herkömmlichen Form der Opéra-Comique wurde die Uraufführung von Carmen zu einem riesigen Mißerfolg.  Der Librettist Ludovic Halévy erkannte in seinem Bericht über die Premiere, daß das Publikum die Entfernung vom gewohnten Brauch der Opéra-Comique mißfiel und verwirrte; er schrieb über die "eisige Kälte" im Saal nach dem Schluß.

Bei den Folgevorstellungen wuchs das Interesse, hauptsächlich aber nur, um die Neugier des Publikums über ein solches "unmoralisches" Stück zu stillen.

Erst nach Bizets Tod fing Carmen an, den verdienten Erfolg zu ernten. Sein Freund Ernest Guiraud komponierte die verbindende Orchester-Rezitative für die Wiener Aufführung am 23. Oktober 1875 nach; es gelang ihm, die Rezitative so perfekt einzufügen, daß die Oper beim Publikum auf große Begeisterung stieß.

In dieser Fassung wurde Carmen bald zur meistgespielten Oper der Welt; allein in Paris gab es bis heute über 3,000 Aufführungen.  Die eingängigen Rhythmen und vielen hinreißenden Melodien machten Carmen zu einer der populärsten und weitestverbreiteten Opern überhaupt.

Die Geschichte lieferte den Stoff für Stummfilme (mit Geraldine Ferrar), Parodien (mit Charlie Chaplin), und Tonfilme (mit Pola Negri).  Eine "moderne" Fassung, mit Musik von Bizet aber der Zeit entsprechenden Lyrik, wurde 1955 von Otto Premiger mit Dorothy Dandridge und Harry Belafonte als "Carmen Jones" verfilmt.  Noch zwei Filme wurden in den 80en Jahren gedreht:  Peter Brooks "Die Tragödie der Carmen", und Francesco Rosis Version der Oper mit Julia Migenes-Johnson und Placido Domingo.  Die Tanzversion von Carlos Saura mit Laura del Sol und Antonio Gades trug wesentlich zum damaligen Carmen-"Boom" bei.  Bis heute ist die Beliebtheit dieses Meisterwerkes in aller Welt unübertroffen.
 

 

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