Ölpest in Estland - Unterstützung durch Experten aus Niedersachsen

Ölpest in Estland - Unterstützung durch Experten aus Niedersachsen
Seitdem vor zwei Wochen aus bislang ungeklärten Ursachen ca. 20 Tonnen Schweröl zwischen Estland und Finnland in die Ostsee gelangt sind, kämpfen noch immer etliche ölverschmutzte Seevögel um ihr Leben. Christian Erdmann von der Wildtierhilfe Lüneburger Heide, bekannter Referent in Naturschutzfragen aus der Region Steinhuder Meer, unterstützt die Naturschützer in Estland durch spezielle Hilfslieferungen.
Tierschützer aus NRW und Niedersachsen bergen alltäglich festgefrorene und mit Öl verklumpte Schwäne und Meeresenten auf küstennahen Eisschollen.
Etwa 50 Kilometer der estnischen Küste sind verschmutzt. "Wir haben aus Deutschland spezielles Seeentenfutter nach Estland gebracht um die artgerechte Versorgung der Meeresenten gewährleisten zu können, "berichtet Christian Erdmann von der Wildtierhilfe Lüneburger Heide e.V. Wir stehen ständig in Kontakt mit unseren Leuten vor Ort, sodass schnellstmöglich neue Hilfslieferungen nach Tallin schicken können.

 

"Die "schleichenden" Ölverschmutzungen in den Meeren, meist hervorgerufen durch illegale Einleitungen skrupelloser Kapitäne und Schiffseigner entwickeln sich zu einem immer größer werdenden Problem", so Regmann. "Die steigende Anzahl der Schiffsbewegungen im Frachtgutverkehr sowie Zeit- und Kostendruck fördern die nicht erlaubten Einleitungen von Schweröl, Bilgenwasser und sonstigen giftigen Stoffen ins Meer. Oftmals nutzen Kapitäne vorhandene Ölteppiche, um ihr eigenes nicht mehr benötigtes Betriebsöl unauffällig außenbords zu pumpen." Project Blue Sea fordert härtere Strafen bei der Feststellung von Umweltsündern auf den Meeren, vermehrte Kontrollen und ein besseres Greifen des "Verursacherprinzips.

 

Insgesamt könnten weit mehr als 10 000 Vögel mit dem vor Estland in der Ostsee befindlichen Öl kontaminiert werden. Die Region wird von vielen Vogelarten ganzjährig und auch als Rastgebiet für Zugvögel genutzt. Lediglich ein sehr geringer Prozentsatz der Gesamtbetroffenen Tiere wird. Von den Helfern vor Ort lebend aufgefunden und erhält nach erfolgreiche Rehabilitation die Chance auf ein weiteres Leben in Freiheit. Die vorherrschenden Temperaturen von bis zu -20 Grad Celsius erschweren Die Arbeit der aktiven Helfer und lassen die verölten Vögel rasch auskühlen, da das Gefieder durch den Kontakt mit Öl seine Schutzfunktion vor Kälte und Wasserdichtigkeit verliert.

 

Spendenkonto
Project Blue Sea e.V. -"Ölvögel Estland"-
Herner Sparkasse
Kto.Nr.: 2 33 66
BLZ: 432 500 30

Weitere Informationen über die Arbeit von Project Blue Sea e.V. zur Rettung verölter Seevögel in Estland, sowie Fotomaterial erhalten Sie bei:

Project Blue Sea e.V.
In dem Breil 1
44623 Herne

Tel.: +49 (0) 23 23 / 96 40 96 0
Fax: +49 (0) 23 23 / 96 40 96 1
Mobil: +49 (0)163 / 44 28 248

www.projectbluesea.de

 

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