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Das Schäkerlager

Das Schäkerlager
1936 übernahm die Spedition Schäker & Co.GmbH unter Rudolf Schäker das massive Haus am Ufer des Steinhuder Meeres und nutzte es als Lager- und Kühlhaus. Seit dieser Zeit prägte sich der Name "Schäkerlager".

Chronik Schäkerlager

1873 gründete Dietrich Conrad Segers am Ufer des Steinhuder Meeres eine Lohngerberei, die durch dessen Sohn Arnold in den Jahren 1914 bis 1916 weiter ausgebaut wurde. Im ersten Weltkrieg arbeitete die Gerberei hauptsächlich für die kaiserliche Marine. In Hochzeiten mit 220 Beschäftigten. Nach dem Krieg wurde das Haus in eine AG umgewandelt. Durch den Wegfall des Haupt-Auftraggebers versuchte man stark exportorientiert weiter zu arbeiten.

1928/29 kam dennoch das Aus.

1936 übernahm die Spedition Schäker & Co.GmbH unter Rudolf Schäker das massive Haus am Ufer des Steinhuder Meeres und nutzte es als Lager- und Kühlhaus. Seit dieser Zeit prägte sich der Name "Schäkerlager". Nach dem Tod vom Inhaber der Schäker & Co.GmbH (1988) kamen jegliche Aktivitäten im Schäkerlager zum Erliegen. Übrig blieb eine Industriebrache. Die Testamentsvollstreckung war in die Verantwortung von Freunden des alten Schäker gelegt, die das prominente Objekt am Ufer des Steinhuder Meeres dem "Schlaf der Gerechten" überließen.

1994 trat der KGH (Kommunaler Großraumverband Hannover) auf den Plan. Erste Pläne der Nutzung der historischen Gebäude als Hotel scheitern an mangelndem Interesse potentieller Betreiber. Der KGH schaltet die STRABAG Hannover ein. Die Furcht vor eventuell vorhandenen Altlasten auf dem Grund und Boden des Schäkerlager belasten die Nutzungsgespräche.

1997 zieht sich der KGH zurück. Mit der Testamentsvollstreckung übernehmen die Söhne, Thorsten und Rolf Schäker, ihr Erbe und führen zunächst die Verhandlungen mit der STRABAG weiter. Ein Gutachten der Firma GeoDATA entkräftet die Befürchtungen der STRABAG bezüglich potentieller Altlasten. Trotz Kaufinteresses kommt es zu keiner Einigung zwischen STRABAG und Thorsten Schäker wegen unüberbrückbarer Divergenzen bezüglich des Nutzungskonzeptes des Grundstückes und seiner Gebäude.

1997/1998
Betrieb eines Biergartens am Steinhuder Meer

1998 schließt Thorsten Schäker einen Options-Vertrag auf zwei Jahre mit der ReEL-Immobilien GmbH, Cristian Popa.

1999 wird das Schäkerlager abgerissen und die SCHÄKER WohnPassage soll entstehen. Dieser Plan wird nicht umgesetzt, dennoch für mehrere Jahre mit einer Reklametafel beworben.

2005 Die Bauarbeiten für die Errichtung von Wohnhäusern auf aufgeteilten Grundstücke beginnen.

 

Ursprünglicher Plan für die SchäkerWohnpassage

Geplante Objektansicht aus Richtung Wasser. Das Objekt sollte wie ein großes, weißes Schiff mit einer Kiellinie aus rotem Backstein wirken, es kam jedoch nie zur Umsetzung der SCHÄKER WohnPassage:
  • 48 1-,2- und 3-Zimmer Wohnungen zwischen 54 qm und 129 qm
  • Gewerbeflächen:ca.1.750 qm
  • Stellflächen: ca. 906 qm
Autor: Andreas Menz

 

Stand Oktober 2005

Wohnanlage Am LeutturmDie geplante Wohnanlage "Am Leuchtturm" in der Projektansicht. Bitte beachten Sie auch die aktuellen Bilder in unserer Fotogalerie Ortskern Steinhude.

 

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