Die Postboje

Die Postboje
Seit etwa 25 Jahren haben nicht nur Segler, sondern auch Ausflügler die Möglichkeit, ihre Postsendungen in die Postboje auf der Nordseite des Steinhuder Meeres einzuwerfen. Entstanden ist die Postboje in Folge einer Wette.
 
Mardorfer Segelschüler wetteten abends in geselliger Runde mit ihren Segellehrern, daß man bald auf dem Steinhuder Meer Post einwerfen könne. Kurzerhand besorgten die Segelschüler eine Boje und bauten diese zum "schwimmenden Briefkasten" um. Als besonderer Gag wurde noch ein Metallschild mit der Aufschrift "Post von Kriegsschiffen wird nicht befördert" aufgebracht, und die Wette war gewonnen. Die Sache machte Furore. So kam es, daß die Sache offiziell von der Post genehmigt und unterstützt wurde. Unter der Position 5229715 Nord und 00921008 Ost zeichnete das Landesvermessungsamt den schwimmenden Briefkasten in die Steinhuder Meer-Karte ein, und im Rahmen von Segelübungen wurde von der Segelschule die Postboje geleert. Irgendwann schloß die Segelschule ihre Tore und der Segelclub Garbsen e.V. nahm sich ehrenamtlich, auf Initiative der Post AG, der Postboje an. In Zusammenarbeit mit der Wasser- und Schiffahrtsdirektion Hannover wurde die Boje umkonstruiert. Aus einer alten Mittelfahrwassertonne aus der Weser - mit einem neuen Kasten, einem Ring zum Aufstützen und einem Ankerball bestückt - entstand die heutige Postboje. Seit 1993 ist der Garbsener Segelclub offiziell für die Boje zuständig, und sie wird von den Mitgliedern mindestens zweimal wöchentlich und in der Saison fast täglich geleert. Die Anzahl der Sendungen wird von den Sportsfreunden dokumentiert (ca. 1200 p. A.) und mit einem Sonderstempel versehen. Postkarten und Briefe kommen in einer Sondermappe zur Wunstorfer Post. Dort wird nicht maschinell, sondern noch per Hand der offizielle Poststempel aufgebracht, bevor sich die Post auf die Reise zum Empfänger macht. Anfang Mai wird die Postboje auf ihre Position ausgebracht und Mitte September, vor dem Fahrverbot, daß von November bis April auf dem Meer gilt, wieder eingeholt, um die durch Witterung angegriffenen Stellen zu restaurieren und die Boje durch einen evtl. nötigen Anstrich wieder in Form zu bringen. Autor: Andreas Menz

 

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