Inselmarathon 2014 abgesagt

Inselmarathon 2014 abgesagt
Im  April sollte er zum dritten Mal stattfinden: der Inselmarathon auf dem Wilhelmstein im Steinhuder Meer, wohl einer der verrücktesten Läufe überhaupt. Nun teilten die Veranstalter die Absage des Marathons mit. Zu wenig Läufer hätten sich angemeldet.

125 Runden um die Festung

Der Inselmarathon auf dem Wilhelmstein sorgte in den Vorjahren für großen Spaß bei den Teilnehmern2012 und 2013 hatte der Inselmarathon auf der kleinen Insel im Steinhuder Meer für Aufsehen gesorgt. Steinhuder und Besucher, aber auch die Presse staunte nicht schlecht, dass es Veranstalter Michael Neumann gelungen war, über 50 Gleichgesinnte zu finden, die 125 Runden um die Festung liefen. Teilweise bunt kostümiert reisten sie aus ganz Deutschland und dem umliegenden Ausland an, um an dem außergewöhnlichen Laufevent teilzunehmen.

 

Lauf mit großem Medienecho

Großes Medienecho fand der Inselmarathon, hier zum Beispiel des Lauf-Magazin Runners

Auch wenn die Veranstalter in beiden Jahren viel Pech mit dem Wetter hatten, die erhofften Massen an Fans ausblieben, so waren doch beide Marathons ein Erfolg:
Zum einen für die teilnehmenden Läufer, die viel Spaß während des Laufes, aber auch am Rahmenprogramm, zum Beispiel einer Abschlussparty und der Übernachtung auf der Insel hatten.
Zum anderen für Steinhude selbst, denn die Meldung von den "irren Läufern", die einen Marathon auf der kleinsten bewohnten Insel Deutschlands liefen, machte in der Presse die Runde. Ein Team vom NDR filmte auf dem Eiland und Laufzeitschriften berichteten über die Veranstaltung. Der SPIEGEL kürte den Lauf gar zu einer der 10 verrücktesten Laufveranstaltungen der Welt.

 

Nur 30 Anmeldungen und kaum Sponsoren - Veranstalter bedauert Absage

Veranstalter des Inselmarathons 2014 Michael Neumann muss die Veranstaltung absagen

Im April stand nun der dritte Inselmarathon auf dem Plan. Gestern teilte nun aber Veranstalter Michael Neumann die Absage auf seiner Facebook-Seite mit. Die geografische Lage, die den Marathon so besonders mache, sei auch das Problem des Laufes: die hohen Organisationskosten, die Neumann durch Überfahrt zur Insel, Parkgebühren, Verpflegung und Übernachtung entstehen. Zudem erhebe in diesem Jahr die Hofkammer, die den Wilhelmstein verwaltet, eine Gebühr in Höhe von 15 Euro pro Teilnehmer. Laut Neumann wolle sie damit auf Kosten der Läufer die Sanierung der Wege auf der Insel finanzieren.

"Wir verdienen nicht einen Cent an der Veranstaltung", betont Neumann, "die Ausrichtung ist für uns ein reines Hobby.". Daher müsse er diese Kosten wiederum an die Läufer weitergeben. Und diese entschieden per Anmeldung: nur etwa 30 Meldungen gingen bis zum Stichtag ein, damit ist eine Kostendeckung des Marathons auf der Insel nicht gewährleistet, Neumann und sein Team entschieden, den Inselmarathon abzusagen.

In der offiziellen Pressemitteilung schreibt Michael Neumann: "Eine alleinige Refinanzierung dieser Aufwendungen (der Hofkammer) durch die Teilnehmer des Inselmarathons scheint weder fair, noch ist sie möglich. Wir hoffen, für die Läufer und die Region, dass es 2015 zu einer Lösung oder auch regionalen Unterstützung für dieses, wie wir finden, einzigartige Projekt kommt."

 

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